MNEMORING
Mnemoring ist ein konzeptioneller Gedächtnistrainer, der dabei hilft, gehörte Informationen besser zu speichern und später wieder abzurufen.
Der Name Mnemoring leitet sich von Mnemotechnik ab. Kurz stand auch Memoring zur Debatte – deutlich leichter zu merken. Aber für ein Gedächtnisprojekt wäre das wahrscheinlich zu einfach gewesen.
Ausgangspunkt des Projekts war die Frage, wie auditive Inhalte durch visuelle, räumliche und haptische Reize stärker im Gedächtnis verankert werden können.
Viele Informationen erreichen uns nur flüchtig: im Unterricht, in Gesprächen oder in Vorträgen. Gerade dann ist es schwierig, Inhalte direkt sinnvoll zu verarbeiten. Mnemoring setzt an diesem Moment an. Der Ring verbindet gesprochene Informationen mit einem realen Objekt in der Umgebung. Dadurch entsteht eine zusätzliche gedankliche Verknüpfung: Die Information wird nicht nur gehört, sondern mit Form, Ort und Handlung verbunden.
Konzept
Das Projekt basiert auf Prinzipien der Mnemotechnik und der dualen Kodierung. Informationen lassen sich leichter erinnern, wenn sie nicht nur sprachlich, sondern zusätzlich bildlich oder räumlich verarbeitet werden. Dabei ist es besonders wichtig, sich eine sinnvolle Merk-Reihenfolge zu überlegen, beispielsweise von links nach rechts oder von oben nach unten. Mnemoring überträgt diesen Ansatz auf ein interaktives Produkt.
Nutzende fahren mit dem Ring ein Objekt ab und sprechen die Information ein, die sie sich merken möchten. Dabei kann es sinnvoll sein, nicht alleine die Information, sondern ein Ereignis oder eine persönliche Erfahrung mit dem Objekt zu verbinden und diese einzusprechen. Der Ring erfasst die Struktur des Objekts und verknüpft sie mit dem gesprochenen Inhalt. Wird das Objekt später erneut gescannt, kann Mnemoring die gespeicherte Information wiedergeben. So wird ein alltäglicher Gegenstand zu einem persönlichen Erinnerungsanker.

Umsetzung
Das System besteht aus einem Ring und einem dazugehörigen Case. Der Ring verfügt über ein Mikrofon, einen Lautsprecher, einen Button, ein Display und einen LiDAR-Sensor zur Erfassung von Objektstrukturen.
Das Case dient zum Laden und Verstauen des Rings und besitzt zusätzlich ein Display sowie eine einfache Bedienung über einen Dreh- und Druckknopf. Im Projekt haben wir den Ablauf, die technische Machbarkeit und die Produktform konzipiert. Für die visuelle Ausarbeitung entstand ein erster 3D-gedruckter Prototyp, der die Idee als tragbares interaktives Objekt erlebbar macht.
Produktvideo
Sounds by Zapsplat Music by freemusicarchive & bensound
- Zeitpunkt
- 4. Semester, Sommer 2021
- Team
- Anna AntonyDiandra HermannNina Tanzer
- Rolle / Verantwortung
- KonzeptDesign / Formsprache3D Drucktechnischer Prototyp



